Präsentieren: 5 Tipps gegen Lampenfieber

Lampenfieber
Lampenfieber – selbst Cicero soll darunter gelitten haben. Foto: PantherMedia.net / Craig Robinson

Es ist vollkommen normal und natürlich, vor einer Präsentation Lampenfieber zu haben. Hinter dem Begriff Lampenfieber steht in den meisten Fällen die Angst vor Kritik, vor Fehlern und ganz besonders vor dem Versagen. Noch schlimmer kann es kommen, wenn der Betroffene schon im Vorhinein Angst hat, das „Fieber“ überhaupt zu bekommen, also Angst vor der Angst. Viele Schauspieler, Musiker und generell Personen, die auf der Bühne arbeiten, leiden ebenso an dem Fieber, zumeist bekämpfen diese das Problem jedoch mit starken Tabletten. Das muss aber nicht unbedingt sein. Hier sind die fünf besten Tipps, wie man effektiv gegen das Fieber vorgehen kann – ganz ohne Chemikalien.

Zulassen

Der erste Schritt ist immer der schwerste, in diesem Fall sogar der wichtigste. Es ist von enormer Bedeutung, das Fieber zuzulassen und vor allem akzeptieren zu können. Wird es nämlich unterdrückt, so wird es in den meisten Fällen nur noch stärker wahrgenommen. Auch sollte man sich vor Augen halten, dass das Publikum, vor dem man eine Präsentation vorträgt, meistens gar nicht merkt, dass man so nervös ist und an dem Fieber leidet. Ist dieser Schritt geschafft, steigt das Selbstbewusstsein und damit sinkt die Stärke des Fiebers.

Erster Eindruck

Der erste Eindruck zählt und für diesen hat man keine zweite Chance mehr, so heißt es. Auch hier ist das der Fall. Natürlich ist es wichtig, die Inhalte eines bestimmten Vortrags verstanden und im Kopf zu haben, um sie gut und richtig rüberzubringen, doch ein guter, flüssiger Einstieg erleichtert dem Vortragenden den ganzen Rest um ein Vielfaches. Ist das Publikum auf die positive Weise überrascht, merkt man zumeist auch selbst, wie gut man den Einstieg geschafft hat. Dies steigert wiederum kurzzeitig das Selbstbewusstsein und senkt das Fieber.

Richtige Vorbereitung

Ist der Vortragende schon frühzeitig vor Ort, können zusätzliche Spannungen schon im Voraus gelöst werden. So ist es möglich, sich den Raum noch einmal in aller Ruhe anzusehen, mit einer Checkliste den Vortrag im Kopf noch einmal durchlaufen zu lassen und mit den ersten Personen, die dann auftauchen, etwas zu plaudern. Auch können verschiedene Positionen noch auf die Akustik überprüft werden. Mit diesen Vorbereitungsmaßnahmen fühlt man sich viel sicherer und es werden zusätzliche Spannungen abgebaut. Diese Spannungen können auch durch leichte, körperliche Betätigungen gelöst werden. Ein paar Stufen auf- und abzugehen, die Muskulatur an- und entspannen, das simple Luft-Anhalten oder bestimmte Atemtechniken können diese Aufgabe leicht bewältigen.

Das richtige Trinken

Bei starken Lambenfieber-Arten ist es auch natürlich, dass der Mund des Betroffenen sehr trocken ist. Dem kann jedoch vorgebeugt werden. Es ist auf Getränke wie Kaffee, Milch oder süßliche Getränke zu verzichten. Auch sollte nichts Salziges mehr gegessen und nur ungekühltes, stilles Wasser getrunken werden. Auch auf kohlensäurehaltige Getränke sollte verzichtet werden.

Kleine Notizzettel

Wenn sich das Zittern der Hände nicht vermeiden lässt, ist es ratsam, eher kleinere Formate der Unterlagen bzw. Notizzettel zu wählen. Bei größeren Formaten wie DIN-A4 ist das Zittern der Hand für das Publikum viel leichter zu erkennen, als bei kleineren Formaten wie DIN-A6. Es ist ratsam, eher auf Karteikarten oder ähnliches zurückzugreifen, da diese auch dicker sind und das Zittern so noch weniger augenscheinlich gemacht werden kann.

Natürlich gibt es noch unzählige weitere, gute Tipps gegen die „Bühnenangst“, doch mit diesen fünf sollte es schon sehr gut möglich sein, eine Präsentation ohne große Probleme durch Nervosität oder Angst vorzutragen und dem Publikum somit einen Mehrwert zu vermitteln.

Weitere Anregungen und Hilfen für Präsentationen erhalten Sie in unserem Seminar Erfolgreich Präsentieren. Wir freuen uns auf Sie!