Texten: Wochentage und Tageszeiten korrekt schreiben

Montagvormittag oder Montag Vormittag? Manchmal ist die deutsche Rechtschreibung etwas knifflig. Manchmal aber auch gar nicht, wie bei den Wochentagen und Tageszeiten. Mit ein paar einfachen Regeln kann man den Fehlern ganz leicht den Garaus machen!

 

Aber wie lauten diese Regeln?

Grundsätzlich sind Tageszeiten Abschnitte, in denen man einen Tag einteilen kann:
der Morgen, der Vormittag, der Mittag, der Nachmittag, der Abend und die Nacht.

Auch Wochentage sind Zeitangaben und werden selbstverständlich großgeschrieben:
der Montag, der Dienstag, der Mittwoch und so weiter.

Außerdem kann man Angaben zu unbestimmten Wochentagen machen, die immer abhängig von dem Zeitpunkt sind, an dem der Sprecher die Aussage macht:
gestern, heute, morgen und übermorgen 

Bei der richtigen Rechtschreibung dieser Zeitangaben ist es wichtig, ob diese aus einem Substantiv oder einem Adverb bestehen oder zusammengesetzt oder alleine stehen.
Zum Glück gibt es Regeln! Tageszeiten und Wochentage sind Substantive, man nennt sie auch Hauptwörter oder Nomen, darum werden sie selbstverständlich großgeschrieben. Beispiele:
„Am Montag habe ich frei.“
„Dienstag war ein ruhiger Tag im Büro.“
„An diesem Vormittag habe ich ein Meeting.“

 

Will man zwei Angaben zusammensetzen, so muss man beachten, dass aus zwei eins wird und weil man eben zwei Substantive zusammenbaut, ergibt das ein neues Substantiv, das ebenso großgeschrieben wird. Das gilt auch, wenn dem Substantiv kein Artikel vorangeht. Das sieht dann so aus:
„Das Meeting ist am Montagabend.“
„Ich werde mich am Freitagvormittag melden.“
„Der Kollege ist am Mittwochabend nicht mehr anwesend“
„Der Dienstagmorgen würde passen!“

 

Zeitangaben wie vorgestern, gestern, heute, morgen und übermorgen sind hingegen Adverbien. Adverbien werden auch Umstandswörter genannt, weil sie angeben, unter welchen Umständen etwas passiert. Sie sind außerdem unveränderlich und werden stets kleingeschrieben.
„Ich rufe Sie morgen zurück.“
„Ich konnte Sie gestern nicht erreichen.“
„Ich erledige das heute noch.“

 

Treten Zeitadverbien gemeinsam mit anderen Zeitangaben auf, ist das kein Grund zur Sorge. Alles bleibt, wie es ist. Das Substantiv bleibt ein Substantiv, das Adverb ein Adverb. Also werden die Tageszeiten nach dem Adverb immer großgeschrieben:
„Ich habe Ihnen gestern Abend noch eine Mail geschickt.“
„Warum haben Sie sich heute Morgen nicht gemeldet?“
„Ich denke, ich werde morgen Vormittag damit fertig sein.“

 

Ab und zu ist es möglich, dass Zeitangaben als Adverbien und gleichzeitig auch als Substantiv verwendet werden können. Dann ist es wichtig darauf zu achten, welche Funktion das betreffende Wort im Satz hat und welche Wortart es bildet. Als Beispiel:
„Ich werde dir das morgen kurz erklären.“
„Am frühen Morgen habe ich meistens nicht viel Zeit.“

 

Und schließlich gibt es noch die Zeitangaben mit einem s am Ende.
morgens, abends, mittags, mittwochs. Man sieht, diese Zeitangaben werden immer kleingeschrieben. Vielleicht ist es leichter, es sich einfach mit dem kleinen s am Ende zu merken – das s am Ende ist klein, also schreibt man auch das Wort klein.
„Wie sieht es abends bei Ihnen aus, hätten Sie Zeit?“
„Tut mir leid, mittags bin ich leider schon verabredet.“
„Mittwochs bin ich immer unterwegs, donnerstags habe ich mehr Zeit.“

 

Auch diese Zeitangaben kann man mit anderen kombinieren und wieder gilt: Ist das s am Ende klein, schreibt man die Zeitangabe ebenso klein.
„Vielleicht passt es montagmorgens besser bei Ihnen?“
„Können Sie mich dienstagabends zurückrufen?“
„Die Besprechung findet immer montagnachmittags statt.“
Wie man sieht, ist das Ganze absolut keine Zauberei. Mit ein paar einfachen Regeln im Kopf schreibt es sich doch gleich viel leichter!  Mehr zur korrekten Rechtschreibung erfahren Sie in unserem Seminar Aktuelle Rechtschreibung. Wir freuen uns auf Sie!
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