KI-Bilder erkennen: Drei hilfreiche Tools im Überblick

KI Bilder erkennen
KI oder nicht? Diese Tools liefern Ihnen Hinweise. Foto: Framestock/stock.adobe.com

Heute kann künstliche Intelligenz Bilder erzeugen, die fast wie echte Fotos aussehen. Noch vor kurzem waren KI-Bilder oft an merkwürdigen Details zu erkennen, beispielsweise an Händen mit zu vielen Fingern oder Textstellen mit falschen Buchstaben. Solche Fehler passieren jedoch immer seltener. Deshalb ist es für Laien kaum noch möglich, auf den ersten Blick zu erkennen, ob ein Bild echt ist oder von einer KI erstellt wurde.

Es gibt jedoch Tools, die dabei helfen können: sogenannte KI-Detektoren. Sie prüfen ein Bild und geben eine Einschätzung, ob dieses wahrscheinlich von einer KI stammt. Wir stellen Ihnen drei dieser Dienste vor:

ZeroGPT

ZeroGPT haben wir bereits in unserem Beitrag Textdetektoren im Text – KI oder menschlich?  vorgestellt. Das Tool kann aber auch Bilder prüfen.

So funktioniert es:
Sie laden das Bild auf der ZeroGPT-Website hoch. Das Tool analysiert es und zeigt Ihnen danach meist nur einen einzigen Wert an: eine Prozentzahl. Diese Zahl sagt aus, wie wahrscheinlich es ist, dass das Bild von einer KI erzeugt wurde.

Screenshot von zerogpt.com

ZeroGPT ist besonders gut geeignet, wenn Sie schnell eine erste Einschätzung benötigen, beispielsweise wenn Sie unsicher sind und eine „zweite Meinung“ wünschen.

Hive Detect

Auch Hive Detect ist ein einfaches Tool, mit dem Sie Bilder auf KI-Hinweise prüfen können.

Der Ablauf ist ähnlich wie bei ZeroGPT:
Sie laden ein Foto hoch, und Hive Detect analysiert es kostenlos. Als Ergebnis erhalten Sie ebenfalls eine Prozentangabe zur Wahrscheinlichkeit, dass das Bild KI-generiert ist. Zusätzlich zeigt das Tool an, mit welchem KI-Programm das Bild möglicherweise erstellt wurde (zum Beispiel mit einem bestimmten Bildgenerator).

Screenshot von hivedetect.ai

Das ist hilfreich, um eine Idee zu bekommen, welche Technik hinter dem Bild stecken könnte. Auch Hive Detect liefert aber keine sicheren Beweise, sondern nur nützliche Hinweise.

ImageWhisperer

ImageWhisperer bietet im kostenlosen Modell derzeit zwei Bildanalysen pro Tag. Dafür bekommen Sie aber auch mehr Informationen als bei den beiden anderen Tools.

Bei der Prüfung werden mehrere Detektoren gleichzeitig genutzt (der Anbieter spricht von acht verschiedenen). Das Ergebnis ist deshalb detaillierter: Neben der Prozentzahl, wie wahrscheinlich KI im Spiel war, erhalten Sie noch etliche weitere Angaben zur Analyse.

Screenshot von imagewhisperer.org

Für den normalen Gebrauch im Alltag reicht das kostenlose Modell in den meisten Fällen aus. Wenn Sie sehr viele Bilder prüfen müssen oder professionell mit dem Thema arbeiten, kann hier ein Bezahlmodell sinnvoll sein.

Wichtig zu wissen: Keine der Prüfungen ist 100% sicher

Wichtig ist, dass alle vorgestellten Tools nur eine Einschätzung abgeben, aber keine Garantie bieten. Die Prozentzahlen sind als Orientierung zu verstehen, nicht als Beweis. So kann ein Bild beispielsweise als „wahrscheinlich KI-generiert“ eingestuft werden, obwohl es in Wirklichkeit echt ist – und umgekehrt.

Besonders wenn es um wichtige Entscheidungen geht (zum Beispiel in der Redaktion, bei rechtlichen Fragen oder in der Öffentlichkeitsarbeit), sollten Sie sich nicht allein auf diese Tools verlassen. Nutzen Sie die Ergebnisse als zusätzlichen Hinweis und kombinieren Sie sie im Zweifel mit weiteren Prüfungen und Ihrer eigenen Einschätzung.

 

Quellen:
AI Image Detector – Detect AI Generated Images
Detect AI-Generated And Deepfake Content | Hive Detect
ImageWhisperer — AI Image Detector for Journalists & Researchers

 

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