
Was ist eigentlich ein sicheres Passwort? In Zeiten zunehmender Digitalisierung ist Datensicherheit zu einem zentralen Thema geworden und dazu gehört untrennbar die Wahl eines starken Passworts. Längst hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass ein regelmäßiges Ändern von Passwörtern nicht automatisch für mehr Sicherheit sorgt. Im Gegenteil: Wer ständig neue Passwörter vergeben muss, greift häufig zu einfachen Kombinationen, die sich leichter merken lassen und genau das macht sie angreifbar.
Was sind die Regeln für ein gutes Passwort?
Dass Aufklärung weiterhin notwendig ist, zeigt eine Analyse des IT-Sicherheitsunternehmens Comparitech. Dort wurden mehr als zwei Milliarden geleakte Passwörter aus aktuellen Datenlecks ausgewertet mit einem ernüchternden Ergebnis: „123456“ war auch im Jahr 2025 erneut das meistgenutzte Passwort.
Die Verbraucherzentrale gibt klare Empfehlungen, wie ein starkes Passwort aussehen sollte. Wichtig ist zunächst eine ausreichende Länge von mindestens acht Zeichen. Darüber hinaus sollte ein gutes Passwort möglichst komplex sein, also Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Grundsätzlich gilt aber: Je länger ein Passwort ist, desto weniger komplex muss es sein.
Nicht geeignet sind Passwörter, die exakt so im Wörterbuch stehen oder einen direkten Bezug zu Ihrer Person oder Ihrem Umfeld haben. Auch einfache Zahlen- oder Buchstabenfolgen sowie Zeichen, die auf der Tastatur nebeneinanderliegen, gelten als unsicher. Ebenso wichtig: Verwenden Sie ein Passwort niemals für mehrere Dienste. Gelangt ein Passwort durch ein Datenleck in falsche Hände, können sonst in Sekundenschnelle zahlreiche Konten kompromittiert werden.
Damit die Suche nach einem geeigneten Passwort nicht nur mühsam, sondern auch unterhaltsam ist, stellen wir Ihnen hier zwei Tools vor, die das Thema mit einem Augenzwinkern angehen.
Passiv-aggressiver Passwortcheck
Trypap.com ist das ideale Tool, wenn Sie möchten, dass Ihr imaginärer Schwager – der „irgendwas mit IT macht“ – Ihnen unmissverständlich erklärt, wie schwach Ihr Passwort ist. Sie geben ein Passwort ein und erhalten daraufhin eine mehr oder weniger feindselige Reaktion. PAP steht nicht ohne Grund für „The Passive Aggressive Password Machine“.

Je stärker das Passwort, desto freundlicher fällt die Antwort aus. Zwar eignet sich das Tool nicht für eine ernsthafte Sicherheitsbewertung, aber es bringt Sie vielleicht zumindest zum Schmunzeln über das leidige, aber notwendige Thema der Passwortsuche.
Spielerische Passwortsuche
Ganz anders nähert sich das Tool unter neal.fun/password-game/ dem Thema. Hier wird die Passwortsuche zu einem Spiel: Nach der Eingabe eines Passworts erhalten Sie schrittweise Anweisungen, wie Sie dessen Sicherheit weiter erhöhen können. Anfangs wirken diese Anforderungen noch sinnvoll, doch mit jedem erfüllten Kriterium folgt eine neue, zunehmend absurdere, Regel.

Plötzlich sind mathematische Fähigkeiten gefragt, Kenntnisse römischer Ziffern oder das Einfügen von Sponsoren, Emojis oder Captchas gefordert. Irgendwann haben wir aufgegeben und eingesehen, dass sich das perfekte Passwort auf diese Weise wohl doch nicht finden lässt. Dafür bleibt der Lerneffekt und ein gewisser Unterhaltungswert.
Ein starkes Passwort ist kein Hexenwerk, aber ein wichtiger Baustein für Ihre digitale Sicherheit. Wer auf ausreichende Länge, sinnvolle Kombinationen und individuelle Passwörter pro Dienst achtet, reduziert das Risiko von Datenmissbrauch deutlich. Und wenn die Passwortsuche zwischendurch etwas frustrierend wird, zeigen die vorgestellten Tools: Mit einer Portion Humor lässt sich selbst dieses ernste Thema etwas entspannter angehen.
Quellen:
- Starke Passwörter – so geht’s | Verbraucherzentrale.de
- Beliebte Passwörter 2025: einfache Passwörter bleiben gefährlich
- Passive Aggressive Passwords (trypap.com)
- The Password Game

