Was ist eigentlich … eine Mindmap?

Was ist eine Mindmap?
Vitamine, frische Luft, Liebe … Mindmap zum Thema Gesundheit. Grafik: Tatyana / Adobe Stock

Manche Menschen scheinen eine Karte von erworbenem Wissen, eigenen Gedankengängen und Ideen innerlich vor Augen zu haben. Sie können mühelos abrufen, Zusammenhänge klar erkennen, strukturiert argumentieren, neue Sichtweisen und Strategien entwickeln – „out of the box“ denken. Das möchten Sie auch besser beherrschen? Dieser Gabe lässt sich nachhelfen: mit einfachen visuellen Mitteln.

Was ist Mindmapping?

Die „Gedankenkartierung“ ist eine Visualisierungsmethode aus den 1970ern, entwickelt von Tony Buzan. Nach bestimmten Grundregeln soll sie hirngetreu darstellen, wie wir assoziativ und in Kategorien denken. Auch Sie lernen und reproduzieren nämlich nicht linear und chronologisch von oben nach unten und links nach rechts, in Tabellen oder Listen mit Unterkategorien. Ihre Großhirnrinde denkt vielmehr in einer Baumstruktur aus der Vogelperspektive: Von einem zentralen Thema oder Begriff ausgehend verbindet sie Unterbegriffe in vielen Richtungen und Verzweigungen nach außen – in Mindmaps eben.

Zusätzlich verknüpft Ihr Cortex sehr viel effizienter und langanhaltender, wenn Sie dabei alle Register Ihrer kognitiven Fähigkeiten nutzen: die rational-analytisch-chronologischen zusammen mit den kreativ-sinnlich-emotionalen. Eine gute Mindmap ist daher bunt und eine Kombination aus Worten und Bildern mit Ästen, ein einprägsames Bild. Das Arbeiten mit solchen Gedanken-Landkarten unterstützt Ihr Gehirn dabei, strukturiert in freien Assoziationen zu denken.

Wozu sind Mindmaps nützlich?

Eine Mindmap kann immer dann helfen, wenn es darum geht, einen thematischen Überblick herzustellen.

Wofür viele Mindmapping betreiben:

  • kreativ Ideen finden
  • Ideen ordnen nach Brainstorming
  • Probleme analysieren, Lösungen finden
  • Projekte, Pläne oder Strategien entwickeln
  • Lernen: Wissen und Informationen strukturieren
  • Referate, Trainings oder Besprechungen vorbereiten
  • Protokollieren

Was benötigt man zum Mindmapping?

Wenig. Ursprünglich genügten ein DIN-A4-Blatt und ein paar verschiedenfarbige Stifte. Heute gibt es zahlreiche (weniger kreative) Programme dafür. Wichtig: Mindmaps müssen nicht schön werden, sondern ihren Zweck als individuelle Karte erfüllen.

Und wie erstellen Sie Ihre erste Mindmap?

Legen Sie das Blatt quer vor sich und schreiben oder zeichnen Sie Ihr Thema, zum Beispiel „Mindmap-Regeln“, groß in die Mitte. Formulieren Sie immer treffende Schlüsselworte, nie ganze Sätze. Vom Zentrum aus zeichnen Sie mehrere sich verjüngende Äste. An jedem Ast entlang notieren Sie nun ein Unterthema („Struktur“, „Farben“, „Bilder“, „Wörter“, „Material“). So viele, wie Ihr Hirn hergibt, denn Hinzufügen ist einfach. Nutzen Sie Farben, wenn Sie ihnen eine bestimmte Bedeutung zuordnen wollen oder einfach nur intuitiv. Unterunterbegriffe in kleinen Buchstaben wandern in die nächste Hierarchie auf je einen Abzweig (bei „Farben“: „Farbcode“, „Emotionalisieren“, „Gliedern“, „verwandt“, „Nachkolorieren“). Und so weiter, bis Ihnen nichts mehr einfällt. Droht Ihre Mindmap unübersichtich zu werden, überlegen Sie, eine neue oder mehrere daraus zu erstellen. Dann war das Thema wirklich sehr ergiebig!

Mindmaps können Sie zum Kartographen Ihres Denkens machen. Wenn Sie mehr darüber lernen möchten, empfehlen wir Ihnen unser Seminar Mindmapping 

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